20.02.2025
Heike-Drechsler-Stipendium
für Helena Wagner und Tim Wehner – zwei Nachwuchssportler des LAV Elstertal Bad Köstritz e. V. Das Heike-Drechsler-Stipendium ist eine Auszeichnung für talentierte Nachwuchsathleten in Form einer einmaligen Geldzuwendung. Heike Drechsler, zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin, kam persönlich nach Bad Köstritz um die beiden Köstritzer Vereinssportler zu ehren – für ihre hervorragenden Leistungen im letzten Jahr: Helena Wagner freute sich bei den Deutschen U16-Meisterschaften über Bronze im Weitsprung und Tim Wehner holte sich die Silbermedaille über 80 m Hürden. Mit ihren Leistungen waren sie nicht nur bei den Thüringer Landesmeisterschaften vorn platziert, sondern auch in der Deutschen Bestenliste in ihrer Altersklasse belegen sie vordere Plätze. Ihr jahrelanger Trainer Horst Krinke betrachtet es als Geschenk, dass er die beiden Sportler bis zum letzten Sommer trainieren durfte. Nun trainieren und lernen Helena Wagner und Tim Wehner am Sportgymnasium in Jena. Wir wünschen beiden eine verletzungsfreie Zeit, viel Spaß beim Training und viele tolle Erfahrungen und hervorragende Leistungen bei den nächsten Wettkämpfen. Vielleicht geht ja der Traum, einmal bei den Olympischen Spielen zu starten, in Erfüllung. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Nicht nur Heike Drechsler wünscht dafür einen langen Atem. Wir werden die Entwicklung weiterverfolgen, auch wenn beide nicht mehr in unserem Stadion trainieren. Sie bleiben Köstritzer Leichtathleten.
Crossläufe sind auch im Winter beliebt und halten fit. Im Umland finden jährlich die sechs Läufe der Osterlandcrosserie statt, bei welcher die Platzierungen Punkte bringen und es zum Abschluss eine Wertung gibt. Da kommt der 7-jährige Oskar Mehlhorn ins Spiel. Er lief hierbei 2024 gemeinsam mit den Sportfreunden Jakob Neubauer (SV Hermsdorf) und Franz Lange (LV Gera) auf den ersten Platz. Solch ein Ergebnis gab es tatsächlich noch nie. Lea Preiß, Klara von Thaler, Victoria Fleischhauer, Oscar Hoffmann und Marie Klotz starteten ebenfalls erfolgreich und sorgten dafür, dass unser Verein auf Platz Sieben der Gesamtwertung kam. Es nahmen Sportler aus 11 Vereinen teil.
Zu Jahresbeginn standen auch 2025 die Thüringer Landesmeisterschaften in der Halle, im Mehrkampf und im Winterwurf auf dem Plan. Zur Vorbereitung galt für 14 Athleten des LAV zuvor das 15.Hallenmeeting in Erfurt. Für Überraschungen sorgten Milena Palm (W12) im Kugelstoßen (7,07m Steigerung um fast 2Meter) und Joko Kozeny (M13) im 60mHürdensprint (10,44s). Insgesamt zeigten alle Starter, dass sie im Winter gut trainiert haben und gut vorbereitet auf die Landesmeisterschaften waren. Diese fanden dann an den folgenden Januarwochenenden statt. Landesmeistertitel im Seniorenbereich unterm Erfurter Hallendach holten sich Stephan Vogel (Kugelstoßen 11,80m) und Iris Opitz (60m 8,5s und 200m 28,35s). Bei den Mehrkampfmeisterschaften (800m, 60mHü.,Hoch, Weit, Kugel) kamen alle Starter gut durch den Wettkampf. In der Gesamtpunktzahl steigerten sich Finnley Reuther (M12), Leonie Sprafke und Karlotta Vogel (beide W13) sowie Anjo Kozeny (M13). Pech hatte sein Bruder Joko, welcher nach Verletzung aufgeben musste. Die Einzelstarter im Jugendbereich waren erfolgreich und trugen ihre Landeswettbewerbe ebenfalls in Erfurt aus. Bei unseren 14 Startern regnete es persönliche Bestleistungen, was in großen Starterfeldern von 25 und mehr Startern nicht selbstverständlich ist. Ansporn ist gut, kann aber manchmal auch bremsen. Neun Sportler verbesserten ihre Leistungen. Jedoch nur Milena Palm (W13) wurde dafür mit dem Meistertitel im Kugelstoßen (7,51 m) belohnt.
Zum Winterwurf in Jena starteten drei Werfer. Neben Kay Saupe (2., Diskus 26,82 m) und Stephan Vogel (1., Diskus 35,88 m) erreichte Philip Goldbach im Hammerwurf eine neue persönliche Bestleitung (35,80 m) und wurde Vizemeister im Diskus (35,29 m).
Zum Internationalen Sportfest reiste Iris Opitz nach Tallin, wo sie im Sprint (60 m, 200 m) startete. Iris hatte schon beim oben erwähnten Hallenmeeting gleich zu Jahresbeginn mit 8,54 s über 60 m den Eindruck erweckt, dass sie über den Jahreswechsel nur darauf gewartet hat, endlich wieder im Startblock sitzen zu dürfen. Nun erhielt sie ersten Lohn für ihre Mühen und bewältigte in 7,45 s die Kurzstrecke, was ihr und uns gefallen hat.
Bei all den positiven Dingen mussten wir leider auch eine üble Erfahrung mit Vandalismus und sinnlosem, zerstörerischem Tun machen. Aus dem Sicherheitsnetz der Wurfanlage auf dem Nebenplatz am Stadion ist ein größeres Stück Netz um die Januarmitte herum herausgeschnitten und gestohlen worden. Wut und Kopfschütteln machten sich breit, als wir den Schaden bemerkten. Vor einiger Zeit hatten wir bereits ein ähnliches Problem – damals war es mutwillig zerschnitten worden und wir konnten es reparieren. Nun aber erfüllt das komplette Netz nicht mehr seinen Zweck (Sicherheit!) und wir müssen Ersatz beschaffen. Bei den Anschaffungskosten bewegen wir uns im mittleren vierstelligen Bereich und wissen noch nicht, wie wir zukünftig mit diesem Risiko umgehen. Alle behördlichen und strafrechtlich relevanten Wege sind eingeleitet. Dem Trainingsbetrieb nutzt dies allerdings nichts, weil der Wurfplatz nun auf unbestimmte Zeit nicht genutzt werden kann.
Sportliche Grüße vom LAV Elstertal Bad Köstritz e. V.